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Gen Z: Wie sieht diese Generation die Arbeit?
25. Mai 2023

Gen Z: Wie sieht diese Generation die Arbeit?

Die Gen Z beginnt immer aktiver auf dem Arbeitsmarkt zu werden und ihre Vorstellung von Arbeit hat sich im Vergleich zu den anderen Generationen verändert. Wenn die Gen Z heutzutage zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat sie nämlich nicht mehr die gleichen Bedürfnisse wie vorherige Generationen. Häufig lauten die Fragen: «Kann ich abends arbeiten?», «Kann ich zu 100 % aus der Ferne arbeiten?» oder «Meine persönliche Work-Life-Balance ist mir wichtig. Was können Sie mir anbieten?».

Die Motivationsquelle der Gen Z ist es nicht mehr für die eigene Familie zu arbeiten, da die Gen Z der Arbeit nicht mehr die gleichen Prioritäten und Werte beimisst wie ihre Eltern. Dies könnte den Eindruck erwecken, dass die jungen Menschen von heute anspruchsvoller geworden sind und ihre Arbeitsfreude nicht mehr die gleiche ist. Aber ist das wirklich der Fall? Was denkt diese Generation wirklich?

Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass die Gen Z vor allem durch das digitale Zeitalter geprägt ist. Smartphones, soziale Netzwerke und E-Commerce wurden der Gen Z in die Wiege gelegt. Der unmittelbare und sofortige Zugang zu Informationen jeglicher Art ist für Jugendliche heutzutage aufgrund des Internetzeitalters eine Selbstverständlichkeit geworden. Aufgrund des Einfallreichtums der «Digital Natives» wurden viele bisherigen Grenzen niedergerissen, mit dem Ergebnis, dass der Arbeitsmarkt völlig umgekrempelt wurde. Demzufolge haben sich auch die Machtverhältnisse (teilweise) umgekehrt. Es sind nicht mehr die Arbeitgeber, die Frage stellen wie: «Warum sollten wir Sie einstellen?», sondern es sind eher die Bewerber, die Ansprüche erheben mit Fragen wie: «Was haben Sie mir zu bieten?».
Aber welche Kriterien spielen für die Gen Z eine wichtige Rolle und sind ausschlaggebend, dass sie sich für jenen gewissen Job und nicht für einen anderen entscheiden? Hier sind einige Faktoren, die für die Gen Z im Hinblick auf ihre Arbeit essenziell sind bzw. als wichtig wahrgenommen werden.

1. Work-Life-Balance:

Der Begriff "Work-Life-Balance" wird von der Gen Z oft angesprochen. Junge Leute legen grossen Wert darauf, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu haben. Sie suchen nach einem Job, der ihnen Zeit für ihre Leidenschaften, Freunde und andere Aktivitäten außerhalb der Arbeit lässt. Die Lebensqualität hat vor einem stressigen Job Vorrang.

2. Flexibilität und Fernarbeit:

Die Gen Z sucht nach Arbeitsplätzen, die ihnen flexible Arbeitszeiten ermöglichen. Eine Verpflichtung, wie z.B. von 8 bis 17 Uhr im Büro anwesend sein zu müssen, wird als sehr demotivierend empfunden. Dank der technologischen Entwicklungen und der damit verbundenen Online-Kommunikation wird die Möglichkeit aus der Ferne zu arbeiten immer selbstverständlicher. Sie ermöglicht der Gen Z trotz grosser räumlicher Entfernung (zu ihrem eigentlichen Arbeitsplatz) eine sehr effiziente Arbeitsweise.

3. Bedeutung und Sinn der Arbeit:

Die Gen Z legt grossen Wert darauf für ein Unternehmen zu arbeiten, welches einen positiven Einfluss auf die Welt hat. Der Beitrag zu ökologischen, humanitären und sozialen Zielen sind wichtige Themen, die junge Menschen dazu veranlassen, ihre Karriere in Berufen mit einem starken Sinn für Ethik und nachhaltige Entwicklung zu suchen. Ein persönlicher Beitrag zu diesen Zielen ist für die Gen Z im Rahmen ihrer Arbeit eine wichtige (Arbeits-)Motivation.

4. Unternehmertum und Autonomie:

 «Gen Z» kann auch als Synonym für «Freelancer» verstanden werden, da sie sich vor allem mit der Idee identifizieren, innovativ zu sein und ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Aufgrund der starken Identifizierung veranlasst dies viele junge Menschen, sich selbstständig zu machen, um ihre Autonomie zu bewahren. Sie werden von der Möglichkeit angezogen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und somit ihre persönliche Zufriedenheit an erster Stelle zu setzen.

5. Digital Natives:

Da die Generation Z von klein auf mit Technologie in Berührung gekommen ist, hat sie eine große Affinität zu neuen Technologien und wendet diese ganz selbstverständlich im Alltag an. Deshalb erwarten sie auch vom Arbeitgeber, dass er ein vernetztes und modernes Arbeitsumfeld bietet, wo neue technologische Mittel integriert werden.

Die Wahrnehmung der Arbeitswelt durch die Brille der Generation Z ist für die Personalverantwortlichen eine grosse Herausforderung. 

Die Wünsche dieser neuen Generation mit den Interessen des Unternehmens in Einklang zu bringen wird eine spannende Aufgabe, da Unternehmen gezwungen werden innovativ zu sein und bestimmte Managementregeln zu brechen, die heute als überholt gelten. Die Gen Z wird sich eher für flache Hierarchien und eine immer grössere Transparenz entscheiden, um dadurch Raum für Kreativität zu schaffen. Diese Generation sehnt sich nach der täglichen beruflichen Erfüllung und hat eine grosse Vorliebe für Herausforderungen. Die Frage ist also: Wie kann man diese neue Generation an sich binden? Die Lösung für diesen radikalen Wandel ist nicht einfach. Es wird wichtig werden, sich so weit wie möglich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Gen Z zu beschäftigen, denn sie ist unsere Zukunft!

Angela Rubino

Angela Rubino

Head of Operations